Indien-Austausch-Projekt

Indienaustausch

Wir, acht SchülerInnen der Kursstufe 1, sind kurz vor den Herbstferien mit Frau Schwab und Frau Frank in Richtung Indien aufgebrochen, um 10 Tage lang in die indische Kultur einzutauchen. Nach einem 8-stündigen Flug erreichten wir den Flughafen in Delhi. Von dort fuhren wir weitere 4 Stunden mit Autos zu unserer indischen Schule, der Om Public School. Während dieser Autofahrt traf uns bereits der erste Kulturschock, denn nach einer kleinen Auto-Panne fuhren wir mitten durch den turbulenten indischen Verkehr mit für uns unbekannten und nicht ersichtlichen Verkehrsregeln. Nach einer Weile hatten wir uns an die rasante Fahrweise der Fahrer gewöhnt und auch an die vielen Tiere (Kühe, Affen, Schweine, etc.) auf der Straßen, die trotz andauerndem Hupen die Straße nicht verließen.

Die Om Public School (OPS) ist eine englischsprachige Privatschule mit über 2000 Schülern. Sie befindet sich in Gohana im Bundesstaat Haryana. Sie besteht aus mehreren Gebäuden, einem großem Sport- und Basketballplatz, außerdem besitzt sie über 20 Schulbusse. Angekommen an der OPS warteten unsere Austauschfamilien schon freudig auf uns. Diese brachten uns erstmal zu ihnen nach Hause und dann hatten wir Zeit sie endlich kennen zu lernen.

In den folgenden Tagen wechselten sich Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten mit Schulbesuchen und Familienzeit ab.

In jeder Schule, die wir besuchten, gab es einen herzlichen Empfang mit Tänzen, Gesang und Essen für uns. In Kleingruppen besuchten wir verschiedene Klassen, in denen die Schüler uns Fragen stellten und wir das indische Schulleben erlebten. Sofort sind uns viele Unterschiede aufgefallen: Morgens gibt es immer eine Schulversammlung bei der die Kinder gemeinsam singen und beten. Es gibt viele Regeln und allgemein ist es strenger. Außerdem müssen die Schüler Uniformen tragen. Am Ende des Schultags müssen sich alle Schüler in Reihen ordnen und werden dann mit den Schulbussen nach Hause gebracht. Dort empfangen die Mütter (und der Rest der Großfamilie) ihre Kinder, während der Vater noch am Arbeiten ist.

Die Nachmittage waren immer anders gestaltet: wir haben uns mit ein paar der anderen Deutschen und ihren Partnern getroffen, die Familien haben uns ihre Felder gezeigt oder wir sind gemeinsam auf dem Markt einkaufen gegangen. Generell kann man sagen jede Familie hat uns herzlich aufgenommen und wir fühlten uns bald wie ein Teil ihrer Familie. Es kamen jeden Tag viele Nachbarn und Verwandte der Gastfamilie zu Besuch, um uns kennenzulernen. Dabei kam es nicht zu selten vor, dass viele Fotos und sogar Autogramme von uns wollten, da wir in keiner Touristengegend waren und wir uns ziemlich von dem Aussehen der Inder unterschieden und somit etwas Besonderes waren.

An Ausflügen hat es nicht gefehlt. Natürlich haben wir das beeindruckende Taj Mahal und mehrere Hindu- und Sikh-Tempel besichtigt, wobei wir viel Neues über die beiden Religionen erfahren haben. Doch neben der Kultur haben wir auch einige der teilweise sehr unterschiedlichen Landschaften sehen können: Wir waren im Großraum Delhi, also im Flachland und auch weiter nördlich im Gebiet dem Himalaya-Vorgebirge. Außerdem durften wir den Unterschied zwischen der chaotische und smogbelasteten Millionenstadt Delhi und einem kleinem Bauerndorf in der Nähe erfahren.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir innerhalb von 10 Tagen viele, wenn auch nicht alle, Facetten Indiens kennengelernt haben. Jeder von uns hat in den Familien verschiede Dinge gesehen und gelernt. Wir hatten sehr großen Spaß und haben viele Erfahrungen gemacht, die man schwer in Worte fassen kann. Und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen mit unseren neuen indischen Freunden im Sommer 2016 in Deutschland.

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