Bundestag macht Schule 2016

Von Florian Fuchs und Lucas Lazogianis, 10b                                

Schon um 7:20 trafen die ersten Nachwuchspolitiker ein. Nachdem alles aufgebaut war und die Schüler sich in den jeweiligen Parteien eingefunden hatten, gab es eine kurze Einführung durch die Gemeinschaftskundelehrer Frau Boss, Herrn Raißle und Frau Wiedenmann über das weitere Vorgehen und die verschiedenen Verhandlungsphasen. Das Spiel wurde dann durch den Alterspräsidenten Simon Rieger eröffnet.

Nach seiner gelungenen Einstiegsrede wurden die Parteivorsitzenden vorgestellt. Diese Aufgabe übernahmen die Schüler Sofia Kik (APD), Natalie Koppenhöfer (KVP), Ben Bluthard (LRP) und Luca Regner (ÖSP). Anschließend stand die Wahl des Bundestagspräsidenten an. Hier wurde Kubilay Genc gewählt. Die nächste Phase bestand aus der ersten Plenarsitzung. Das Thema dieser Sitzung war die anstehende Änderung des Grundgesetzes mit der Frage, ob man ein sogenanntes Familienwahlrecht einführen sollte.

Dabei war zu klären, ob es sinnvoll ist, dass Eltern, unabhängig vom Alter ihrer Kinder, für diese eine Stimme bei Wahlen abgeben dürfen und ob dazu auch das allgemeine Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt werden sollte. In den nun folgenden Fraktions- und Ausschusssitzungen setzten sich die Vertreter der verschiedenen Parteien kontrovers mit den Fragen auseinander. Besonders der Aspekt, ob das Wahlrecht schon ab 16 eingeführt werden sollte, führte zu heißen Diskussionen, woran man erkennen konnte, dass sich die Schüler und Schülerrinnen sehr für das Thema interessierten und teilweise fest entschlossen waren, ihre Meinung durchzusetzen.

Nach einer Pause, in der alle Schüler und Lehrer mit Partypizzen versorgt wurden, ging es direkt weiter mit den Lesungen der Gesetzesvorlagen und der Endabstimmung im Plenum. Hierbei zeigte sich, dass die Fraktionsvorsitzenden nicht grundlos ihr Amt inne hatten. Sie zeigten bei ihren Reden Kompetenz und Redegewandtheit. Die anwesenden Gemeinschaftskundelehrer waren deshalb auch sichtlich begeistert über diese tollen Ergebnisse. Bei der Endabstimmung wurde dann deutlich, welchen Unterschied eine Stimme bei der Mehrheitsfindung machen kann.

Das Bundestags – Planspiel war auch in diesem Jahr wieder ein gelungenes und lehrreiches Projekt, welches unbedingt weiter am Solitude- Gymnasium durchgeführt werden sollte. Das Planspiel wurde von den Schülern durchaus ernst genommen, was auch an Einzelheiten wie z.B. der Presse, der nachgestellten Sitzordnung des Bundestags, den Parteilogos und Namenschildern lag. Für uns (das Presseteam aus der 10b) war das Mitwirken beim Planspiel sehr interessant und wir freuten uns, dass den Schüler der Kursstufe unsere Arbeit als Presseteam ebenso gefallen hat.

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