Kopf an – Internet aus

92 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzen ein eigenes Smartphone, unter den 12- bis 13- Jährigen waren es im Jahr 2015 auch schon 86 % (Focus, 36/2016, S. 84f.). Zu den wichtigsten Apps gehören Messengerdienste (z.B. WhatsApp), Bilderapps (z.B. Instagram) und Soziale Netzwerke (z.B. Facebook). Am häufigsten nutzen Jugendliche ihr Smartphones zum Verschicken von Nachrichten, Surfen im Internet, Musik hören, Telefonieren und Videos schauen. Oftmals endet das im Stress mit den Eltern, weil man zu lange mit dem Handy spielt, doch welche Gefahren wirklich im Internet lauern, wird dabei oft von den Jugendlichen vergessen.

Anlässlich des „Save Internet Days“ war die Klasse 5d im Februar zu einer Veranstaltung in der Stadtbibliothek Weilimdorf eingeladen. Ein Referent des Polizeipräsidiums Stuttgart – Referat Prävention sensibilisierte die Schülerinnen und Schüler für die Gefahren im Umgang mit dem Internet, sozialen Medien und Smartphones. Hierbei lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Vorteile des Web 3.0 kennen. Die Anonymität des Internets bietet einen breiten Nährboden für Betrüger und falsche Identitäten. Gleichzeitig bleibt alles, was einmal im Netz ist, für immer erhalten. Vor allem in Hinblick auf die späteren Einstellungschancen sollte das bedacht werden. Hilfreich waren auch die Tipps zur Bildersuchmaschine von Google und Wikipedia als Quelle für Referate. Dass die Informationen in sozialen Netzwerken für zielgerichtete Werbekampagnen dienen und man auch als Jugendlicher für illegale Aktivitäten im Internet (z.B. illegalen Downloads) von der Polizei zur Rechenschaft gezogen werden kann, war für manche überraschend. Die besonderen Gefahren des Cyber-Mobbings wurde an echten Fallbeispielen erläutert, was so manchem die Realität vor Augen führte. Übrigens berichten in Studien mehr als 50 % der Jugendlichen von Beleidigungen im Internet und mehr als 30 % von Verbreiteten Lügen und Hänseleien (ebd.).

Durch die heutige Veranstaltung ist den Schülerinnen und Schülern klargeworden, dass Internet an – Kopf aus, nicht funktioniert. Gerade durch den exponentiellen Anstieg an unsicherem Wissen und Daten ist es notwendig, ständig Inhalte zu hinterfragen und vorsichtig zu agieren. Da hilft: Kopf an – Internet aus. (smt)

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