Theater-AG

-Beschreibung folgt-

Aufführungen

Rätselraten um Charlotte

Vor kurzem präsentierte die Theater-AG des Solitude-Gymnasium ihr diesjähriges Stück, eine Bauernschwank-Parodie mit dem Titel „Rätselraten um Charlotte“.

Charlotte ist weg! Die Bauernfamilie und deren Mitarbeiter sind erschüttert über das Verschwinden ihrer preisgekrönten Kuh, die der ganze Stolz des Hofes ist. Sofort kommt der Verdacht einer Entführung auf, und mit Hilfe verschiedenster „Spezialisten“ wird nach einer Spur Charlottes. Unter diesen findet man Berühmtheiten wie Sherlock Holmes und seinen Partner Doktor Watson, aber auch Seltenheiten wie die Alienjäger Kay und Carl. Bis zuletzt bleibt spannend, wohin die Kuh Charlotte verschwunden ist.

Die Suche wirft diverse Spekulationen und Gerüchte über ihren Aufenthaltsort auf, die dem Publikum in Form kurzer Trickfilm- Visionen präsentiert wurden. Diese waren im Rahmen eines klassenübergreifenden Stop-Motion-Trickfilmprojektes unter der Leitung von Kunstlehrerin Saskia Rose entstanden. Die aufwändig gestalteten Sequenzen führten das Publikum mit viel Sinn für Humor durch die Gedanken der Hofgemeinschaft und gaben nicht selten Anlass für ein amüsiertes Schmunzeln. Nicht nur schauspielerisches und künstlerisches Talent waren zu bestaunen, auch musikalisch hatte der Abend einiges zu bieten. Begleitet wurden die jungen Schauspieler vom Hölldampf-Ensemble und Siebtklässlerin Theodora Tzolaki am Flügel mit Kompositionen von Kursstufenschüler Leonard Hölldampf, die dem Stück das passende Flair verliehen.

Den Schauspielern selbst war die Aufregung nicht anzumerken. Mit viel Witz, Engagement und Souveränität meisterte der Theaternachwuchs unter der Leitung von Roman Kaminsky ihre Auftritte vor Eltern, Lehrern und weiteren Theaterbegeisterten. Die erfolgreichen Abende in der Aula des Solitude-Gymnasiums waren das Resultat harter Arbeit: Seit Schuljahresbeginn war geprobt worden, sogar am Wochenende traf sich die Gruppe zu einer
„Theaterfreizeit“ in Tübingen. „Die Anstrengung hat sich gelohnt, es hat allen viel Spaß gemacht“, berichtete Paula Fulde aus der Klasse 5b.

Auch das Publikum war begeistert, wie der lange Applaus zum Abschluss der Aufführung bewies, zumal Charlotte gefunden wurde: Am Ende war es nämlich das Stallmädchen Pieni, das aus Eifersucht die Kuh in der benachbarten Scheune versteckt hatte. Die Bauernfamilie merkt schließlich, dass sie übertrieben hat und verspricht nun wieder mehr für das Wohlsein ihrer Mitarbeiter zu tun.

Text: Alina-Marie Voß und Joanne Marie Fulde
Fotos: Nils Wüchner

Das Urteil des Paris

Arsen und Spitzenhäubchen

Eine gelungene Premiere feierte die Theater-Arbeitsgemeinschaft des Solitude-Gymnasiums mit einem Klassiker des schwarzen Humors. Die Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ stand auf dem Programm.

Den Darstellern gelang es, eine amüsante Abendunterhaltung zu präsentieren nicht zuletzt durch die temporeiche und witzige Inszenierung von Roman Kaminsky, dem Leiter der Theater AG. Für die musikalische Einstimmung und Untermalung des Stückes sorgte das Saxophon-Ensemble unter Leitung von Richard Detlef Jensen.

Zu Beginn des Stückes ahnte noch niemand, welch seltsames Hobby die beiden älteren Damen, Martha (Sophie Shen) und Abby Brewster (Medina Bicic) haben, denn andere Leute leisteten ihnen sehr gerne Gesellschaft bei einer Tasse Tee. Als ihr Neffe, Mortimer Brewster (Cal Girard), jedoch eine Leiche in der Sitzbank entdeckt, wird er in das Geheimnis eingeweiht. Seine beiden Tanten vergiften aus Mitleid ältere einsame Herren mit Arsen und anderen Giften, um sie von ihrem Leid zu erlösen. Nach ihrem Tod sorgt ihr persönlichkeitsgestörter Neffe Teddy (Denis Beck), der sich für einen Präsidenten hält, für ein Grab im Keller. Als wäre das nicht schon schlimm genug, taucht auch der verschwundene Neffe Jonathan (Tilman Priesner) mit seinem persönlichen Chirurgen Dr. Einstein (Lisa Kolb-Geßmann) auf. Die beiden werden als Mörder von der Polizei gesucht und haben sogar eine Leiche dabei. Das Stück endet damit, dass Jonathan von der Polizei festgenommen wird, Martha und Abby mit Teddy in die Irrenanstalt gehen, während Dr. Einstein ungesehen das Haus verlassen kann. Mortimer, der sich immer Sorgen gemacht hat, dass er eines Tages werden könnte wie seine Familie, findet heraus, dass er adoptiert wurde.

Die Schauspieler konnten durchweg überzeugen. Einige junge Talente machten durch ihr Spiel auch kleinere Rollen zu einem mitreißenden Erlebnis und die
humorvollen Dialoge sorgten für Gelächter. Auch das aufwändige Bühnenbild und die sorgfältig ausgewählte Dekoration machten es zu einer besonderen Aufführung. Ein besonderes Highlight war die musikalische Unterstützung des Saxophon-Ensembles. Sie stimmte das Publikum auf die jeweiligen Szenen ein. Das Publikum war begeistert und dankte dem Ensemble und den Helfern mit lang anhaltendem Applaus.

„Ich fand es sehr gut gespielt und auch die Musik war sehr toll. Ich werden mir auch das nächste Stück auf jeden Fall anschauen.“, so eine Schülerin. Eine andere Zuschauerin meinte: „ Die Aufführung ist richtig gut gelungen, auch das Bühnenbild hat mir sehr gefallen.“

Jaqueline Gehring und Hai Yen Le

Die tolle Katrin

Die tolle Katrin

Die tolle Katrin oder die Zähmung der Widerspenstigen

Ein Teenager, der sich wie verrückt gebärdet. Viele Eltern haben diese Szene schon mal erlebt, jetzt gab es im Solitude Gymnasium Hilfestellung:
Die Theater-AG inszenierte das Stück „Die tolle Katrin“. „Toll“ ist dabei im Sinne von verrückt gemeint, was den aufmerksamen Besuchern aber schnell klar wurde. Vor allem die zweite Vorstellung am Freitag lockte zahlreiche Zuschauer an, was wohl auch an der gelungenen Premiere tags davor lag.

Das auf William Shakespeares „Der widerspenstige Zähmung“ basierende Stück zeigt in der Anfangsszene einen Streit zweier jugendlicher Schwestern. Die könnten unterschiedlicher nicht sein: Bianca, ein gut gekleidetes, ruhiges Mädchen wird von Katrin, der wilden Schwester schikaniert. Später bekommt auch noch der Vater der beiden, Crosus, und die Haushälterin den Zorn Katrins zu spüren. Crosus will seine beiden Töchter schnellstmöglich an den Mann bringen und in der Tat finden sich für Bianca und Katrin zwei Jünglinge.
Rochus d'Esperato will sich der wilden Katrin annehmen und macht es sich zur Aufgabe sie zu zähmen. Er beginnt sofort mit seiner „Heilkur“: Zum Essen gibt es nur Erdnüsse und schlafen muss Katrin auf einer alten Holzkiste.
Nur langsam wird Katrin mürbe, aber nicht so, um nach dem Durchschauen der Absichten nicht noch den Spieß umdrehen zu können. Sie spielt ihm die Verrücktgewordene vor. Auch Rochus steckt zurück und schließlich treffen sich die Beiden aus ihren Extremen heraus in der Mitte, die da heißt: Liebe, Verstehen, Geduld!
Nach Wochen kommen der Vater, die indes auch verheiratete Schwester Bianka nebst Gatten sowie die geschundene Haushälterin, die ebenfalls ihr Glück in einer Ehe fand, zu Besuch. Sie können alle nicht glauben, was sie sehen. In einer amüsanten Probe aber erweist sich, dass die Ehe Katrins mit Rochus unverbrüchlicher und schöner ist, als es die Ehen der beiden anderen Paare sind, über denen von Anfang an alle guten Sterne standen.

Mit den Aufführungen bewies die Theater-AG unter der Leitung von Christine Dreher und Roman Kaminsky wieder einmal ihre Professionalität. Erstklassige Schauspieler, temporeiche Szenen mit viel Wortwitz und eine gelungene Regie sorgten für Begeisterung beim Publikum, das viel Applaus am Ende aber auch spontanen Szenenapplaus während der Vorführung spendete. Auch Roman Kaminsky war voll des Lobes für seine Akteure : „Mit dieser Truppe kann man noch viele weitere Stücke spielen. Selbst die Regie war vorwiegend in Schülerhand.“

Stefan Moderau

Die Geschichte mit den roten Haaren

Leitung: Herr Kaminsky / Frau Dreher

Die Theater AG führt regelmäßig Theaterstücke auf.

Das zuletzt aufgeführte Stück hieß "Die Geschichte mit den roten Haaren" und war ein
großer Erfolg!Hier ein paar Bilder der Aufführung:

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